Agrarumweltzahlungen: Fairness vs. Effizienz?

Eine der häufigsten Kritiken an der Ökonomik ist, dass sie das Kriterium der Effizienz überbetone und Fragen der Gerechtigkeit ignoriere. Tatsächlich trennen Ökonom*innen diese beiden Aspekte oft voneinander und meinen mitunter, Gerechtigkeit sei kein genuin ökonomisches Problem. Doch selbst wenn man Gerechtigkeit als Teil der ökonomischen Perspektive betrachtet, denkt man als Ökonom*in doch oft zuerst an Fragen der Effizienz – und damit an Knappheit und Zielkonflikte. Ein schönes Beispiel für die Spannung zwischen den beiden Kriterien durfte ich schon mehrmals mit Nichtökonom*innen im Kontext ergebnisorientierter Agrarumweltzahlungen diskutieren. Nun möchte ich diese Spannung heute etwas systematischer angehen.

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Neue Struktur und neues Design

Kurze technische Info für regelmäßige Leser*innen des Blogs: ich habe beschlossen, meine persönliche Website und den Blog zusammenzuführen, was eine gewisse Umstrukturierung des Ganzen notwendig gemacht hat. Der Blog ist jetzt über eine Unterseite erreichbar, dort aber in der üblichen Form verfügbar. Da ich auch die Domain meiner alten persönlichen Website hierher übertrage (bartoszbartk.com), ist mein Plan, dass man künftig über die bisherige URL skeptischeoekonomie.net direkt zum Blog weitergeleitet wird, während man die eigentliche Homepage über den Link bartoszbartk.com erreicht. Ob das so klappt, werde ich sehen, wenn die Domain-Übertragung vollzogen ist. Im Zuge der Umstellung habe ich der Seite auch ein neues Design verpasst, u. a. sind dabei ein paar Widgets (z. B. das Archiv und die Kategorien-Liste) von der rechten Randspalte in die Fußspalte gewandert. An sich ist aber nahezu alles, was vorher da war, weiterhin auffindbar. Hoffe ich.

Des Ökonomen perverse Freude an Knappheiten und Zielkonflikten

Es gibt nicht die eine, von allen Beteiligten akzeptierte Definition der Ökonomik. Eine sehr verbreitete und – wie ich finde – treffende stammt von Lionel Robbins und besagt:

Economics is the science which studies human behaviour as a relation between ends and scarce means which have alternative uses.

Es geht also um den menschlichen Umgang mit Knappheiten und Zielkonflikten; diese sind sozusagen des Ökonomen (und der Ökonomin) „täglich Brot“. Kein Wunder, dass man mit der Zeit die Tendenz entwickelt, überall Knappheiten und Zielkonflikte zu sehen.

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Landnutzungspolitik in Zeiten der Biodiversitätskrise

Vor knapp zwei Wochen hatte ich die Ehre, im Rahmen der von Students for Future organisierten Public Climate School einen Vortrag über Landnutzungspolitik in Zeiten der Biodiversitätskrise zu halten. Eingeladen wurde ich von S4F Halle, die sich in letzter Zeit vermehrt in Biodiversitätskrise als der weniger prominenten „Schwester“ der Klimakrise befassen. Den Vortrag kann man sich nun auf YouTube ansehen und anhören:

Auch zahlreiche weitere Vorträge wurden inzwischen online gestellt.

In other (related) news: der Verlag Routledge stellt die eBook-Version meines Buchs Economic Valuation of Biodiversity bis 14. Juni kostenlos zur Verfügung (LINK).