Was man so lesen könnte…

Kürzlich wurde ich von einem Praktikanten, der ein VWL-Masterstudium erwägt, nach Bücher-Empfehlungen zum Thema „Ökonomik“ gefragt. Tatsächlich wurde mein Denken über Ökonomik bzw. über Menschen und Gesellschaft durch die Lektüre vieler verschiedener, oft nicht mal im weiteren Sinne ökonomischer Bücher geprägt. Und da vielleicht jemand etwas davon hat, beschloss ich, die Bücher, die mein Denken besonders geprägt haben, mal gebündelt zu besprechen.

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Die Verdrängung des Bösen

Nachdem ich kürzlich die Besprechung von zwei Büchern veröffentlicht habe, dachte ich mir: Eigentlich eine ganz gute Idee, auf diese Art und Weise die Eindrücke aus verschiedenen Lektüren festzuhalten. Daher erstellte ich eine neue Kategorie „Lektüreberichte“ (Beta-Version, da ich noch nicht weiß, ob ich das durchziehen kann) und mache gleich weiter mit drei Büchern zu einem völlig anderen, ebenfalls gänzlich non-ökonomischen Thema: Zeitzeug*innenerinnerungen an den zweiten Weltkrieg, insbesondere an Kriegsverbrechen. Die Bücher: Harald Welzers Täter, Sönke Neitzels und Harald Welzers Soldaten sowie Marc Philipps »Hitler ist tot, aber ich lebe noch«.

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Resonanz und Entfremdung

2018 war für mich das „Jahr der dicken Bücher“. Ich habe einige gelesen, für die ich fast schon beschämend lange gebraucht habe – die sich aber dennoch mit Freude und großem Erkenntnisgewinn lesen ließen. Besonders spannend war es, Hartmut Rosas Resonanz und Rahel Jaeggis Entfremdung nacheinander zu lesen. Nicht nur, weil sie ein sehr ähnliches Kernthema – das Phänomen der „Entfremdung“ – haben, sondern auch, weil sie sich gegenseitig aufeinander beziehen. Während Rosa die erste Ausgabe von Entfremdung rezipiert, antwortet Jaeggi ihm im Nachwort der von mir gelesenen zweiten Ausgabe. Zusammen ergeben die beiden Bücher ein faszinierendes Bild eines nicht nur philosophischen, sondern auch genuin gesellschaftlichen Phänomens.Weiterlesen »