Was kann einen Eigenwert haben?

Ich habe in meiner Arbeit recht viel zu tun mit Menschen, die allen möglichen natürlichen Entitäten einen Eigenwert zuweisen, die gern Naturschutz als Selbstzweck betreiben wollen. Wie bereits mehrfach angedeutet, bin ich derartigen Ansichten gegenüber recht skeptisch. Kürzlich wurde ich mit zwei besonderen Varianten des Physiozentrismus (sprich, der Überzeugung, dass nicht nur der Mensch einen intrinsischen, einen Eigenwert haben kann) konfrontiert, die mich stutzig gemacht haben – zum einen ging es darum, dass man Wildnis um ihrer selbst willen schützen sollte; zum anderen um den Schutz jeder noch so seltenen und ökologisch unbedeutenden Art. Beides erscheint mir mehr oder weniger absurd.

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Problematische Begriffe des Naturschutzes, Teil 1: „natürlich“

Viele Diskussionen kranken oft daran, dass die in ihnen prominenten Begriffe ungünstig gewählt sind. Das ist in Naturschutz-Debatten nicht anders. Zwei zentrale Begriffe halte ich für besonders kritisch: das eine ist „natürlich“, und um dieses soll es heute gehen. Anschließend werde ich mir einen anderen Begriff vorknüpfen, der mit „natürlich“ in vielerlei Hinsicht eng verwandt ist, aber sogar noch problematischer: „(ein)heimisch“.Weiterlesen »