Hain der Gedankenexperimente

Ich bin Sozialwissenschaftler aus Überzeugung. Sogar in meiner Freizeit lese ich bevorzugt Bücher, die sozialwissenschaftliche Themen berühren – seien es historische Abhandlungen über das Funktionieren der Gesellschaft des Dritten Reichs, long-form-Reportagen des polnischen Verlags Czarne, bevorzugt über Südosteuropa oder… Science Fiction. Über den sozialwissenschaftlichen Wert von Büchern, die Science Fiction zugeordnet werden, schrieb ich bereits vor einer Weile. Heute möchte ich über das Werk einer konkreten Autorin schwärmen, die es mir in dieser Hinsicht ganz besonders angetan hat: Ursula K. Le Guin.

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Wofür Modellierung sozial–ökologischer Systeme gut sein kann, Teil 1: Potenzial

Hätte mich vor 3–4 Jahren jemand danach gefragt, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass Modellierung mal ein (wichtiger) Bestandteil meiner Forschung werden würde. Modelle, in denen menschliches Verhalten (im weitesten Sinne) eine Rolle spielt, stimmten mich immer skeptisch. Einer der frühesten Forschungsbereiche, mit denen ich mich auseinandersetzte, war die Klimaökonomik – und ich bin weiterhin der Meinung, dass ökonomische Klimamodelle (Integrated Assessment Models) grober Unfug sind. Da ich nun selbst angefangen habe, Modelle zu verwenden bzw. selbst zu modellieren, sehe ich mich manchmal gezwungen, dies vor mir selbst und vor Anderen rechtfertigen. Wann ist es denn sinnvoll, sozial–ökologische Systeme zu modellieren, und was ist dabei zu beachten?

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