Ökonomen vs. Naturschützer?

Die Debatte über die ökonomische Bewertung von Natur wird in Deutschland stark geprägt von der Auseinandersetzung zwischen den Umweltökonomen (sowie Vertretern anderer Disziplinen) von Naturkapital Deutschland – TEEB DE einerseits und der Heinrich-Böll-Stiftung andererseits. Besonders häufig wird diese Kontroverse zwischen zwei Personen ausgetragen: meinem Doktorvater und Leiter von Naturkapital Deutschland, Bernd Hansjürgens, sowie Barbara Unmüßig, Vostand der HBS. Auch ich habe mal an dieser Kontroverse teilgenommen. Doch zunehmend komme ich zu dem Schluss, dass, obwohl ich die HBS-Kritik oft überzogen und ungerechtfertigt finde, solche Scharmützel zu leicht vergessen lassen, dass man zumindest kurz- bis mittelfristig ähnliche Ziele verfolgt.Weiterlesen »

Impact Factor bedeutet nichts!

Ich habe gerade den ultimativen, definitiven Beweis (it’s true, it’s great, believe me) gefunden, dass der Impact Factor (IF) einer Fachzeitschrift nichts darüber sagt, wie gut die in ihr veröffentlichten Artikel sind:

06.02.2016: desk rejection* meines Artikels Are diverse ecosystems more valuable? durch Land Economics (IF 1,365); Begründung: „We believe that the work does not offer sufficient advancement of conceptual or empirical insights to warrant publication in Land Economics.“

12.07.2016: desk rejection einer überarbeiteten Version desselben Artikels durch Ecological Economics (IF 3,227); Begründung: „We consider that its contribution to the literature is not enough to justify a publication.“

17.02.2017: Annahme einer erneut überarbeiteten Version desselben Artikels nach zwei peer-review-Runden durch Ecosystem Services (IF 4,307)

q.e.d.

*Ablehnung bereits durch den Editor, ohne einen Begutachtungsprozess

Nun sag, wie hast du’s mit dem bedingungslosen Grundeinkommen?

Wie ein Freund von mir kürzlich treffend beobachtet hat: selbst bei eigentlich tiefgründigen und klugen Analysen der Probleme heutiger Gesellschaft stößt man allzu häufig in dem jeweiligen Schlussfolgerungen-Kapitel auf die etwas plumpe Forderung, man solle ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen, dieses werde die Probleme schon richten (konkret meinte er den deutschen Soziologen Hartmut Rosa). Generell scheint das bedingungslose Grundeinkommen gerade ein vorher nicht gesehenes Popularitätshoch zu erleben, sogar Konzernmanager sprechen sich dafür aus. Doch ist bedingungsloses Grundeinkommen wirklich eine gute Lösung für irgendwas?

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