Wissenschaftliche Evidenz in den Medien: Eine Fallstudie

Wir haben oft den Anspruch, in Diskussionen – privat, professionell und dazwischen – „evidenzbasiert“ zu argumentieren, was in der Regel die Berufung auf konkrete wissenschaftliche Evidenz impliziert. Dieser Anspruch gilt auch in Print- und Onlinemedien, wo regelmäßig wissenschaftliche Studien besprochen, interpretiert und eingeordnet werden. Das funktioniert mal schlechter, mal (seltener) besser. Ist zugegebenermaßen auch nicht einfach. Und als Leser:in hat man umso größere Schwierigkeiten, das Gelesene einzuordnen…

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Wertfreie Nachhaltigkeitsforschung? Forschung und Wissenschaftskommunikation in einem normativ aufgeladenen Feld

„Follow the science!“ hört man in Nachhaltigkeitsdebatten immer wieder. Auch wenn diese Phrase viel Interpretationsspielraum zulässt, ist eine häufig geäußerte Kritik, dass die Wissenschaft hier einen normativen Anspruch erhebe, sozusagen die „Marschrichtung“ für gesellschaftliche Entscheidungsprozesse vorgeben zu wollen. Was wiederum zu Rufen nach „ideologiefreier“ Forschung (und Wissenschaftskommunikation) führt. Da ich mich mit meiner Forschung und Wissenschaftskommunikation in einem besonders normativ aufgeladenen Feld bewege, dem der „nachhaltigen Landwirtschaft“, dazu auch noch sozialwissenschaftlich, muss ich mir die Frage immer wieder stellen, wie viel Normativität für mich „zulässig“ oder gar unvermeidbar(?) ist und in welcher Form.

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