Interdisziplinäre Forschung zwischen materiellen und kulturellen Ungleichgewichten

Interdisziplinarität ist die conditio sine qua non gesellschaftlich relevanter Nachhaltigkeitsforschung. Nur leider spiegelt sich dies in der Forschungsförderung und -organisation nur bedingt wieder. So zeigten Indra Overland und Benjamin Sovacool kürzlich im Kontext der Klimaforschung, dass weltweit lediglich etwa ein Promille der in sie fließenden Mittel bei den Sozialwissenschaften landet. Dieses massive Ungleichgewicht „beraubt“ die Klimaforschung essentieller Erkenntnisse bezüglich des klimarelevanten menschlichen Verhaltens, der Rolle von Institutionen bzw. insgesamt eines umfassenden Systemverständnisses. Gleichwohl ist es leider so, dass es keineswegs ausreichen wird, schlicht den Sozial- und Geisteswissenschaftler*innen mehr Geld zuzustecken. Denn die Ungleichgewichte, die interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung erschweren, sind nicht nur materieller, sondern auch kulturell–institutioneller Natur. Und als solche alles andere als leicht zu beheben.

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Des Ökonomen perverse Freude an Knappheiten und Zielkonflikten

Es gibt nicht die eine, von allen Beteiligten akzeptierte Definition der Ökonomik. Eine sehr verbreitete und – wie ich finde – treffende stammt von Lionel Robbins und besagt:

Economics is the science which studies human behaviour as a relation between ends and scarce means which have alternative uses.

Es geht also um den menschlichen Umgang mit Knappheiten und Zielkonflikten; diese sind sozusagen des Ökonomen (und der Ökonomin) „täglich Brot“. Kein Wunder, dass man mit der Zeit die Tendenz entwickelt, überall Knappheiten und Zielkonflikte zu sehen.

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Umwelt- und Ressourcenökonomische Lehrstühle in Deutschland

Da ich gerade allmählich anfange, meine wissenschaftlichen Zukunftsaussichten auszuloten, wurde plötzlich interessant, wo es denn in Deutschland thematisch für mich relevante Lehrstühle gibt. Und da ich im Netz keine Liste finden konnte, habe ich angefangen, selbst eine Liste umwelt- und ressourcenökonomischer Lehrstühle in Deutschland anzulegen.

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Von Landwirtschaft und Apotheken

Seit inzwischen ca. 3,5 Jahren befasse ich mich in meiner Forschung vor allem mit den Umweltfolgen der Landwirtschaft sowie mit Agrarumweltpolitik. In dieser Zeit habe ich oft Beschwerden seitens der Landwirt*innen gehört bzw. gelesen, die mit der (wachsenden) Zahl der Regularien, denen ihre landwirtschaftliche Praxis unterliegt, unzufrieden sind. Mitunter wird dies gar als ein Grund für das Höfesterben genannt. Bei allem Verständnis für diese Unzufriedenheit ist mir letztens aufgefallen, dass es eine andere Quelle gibt, aus der ich ähnliche Beschwerden höre – die aber hinsichtlich „Durchreguliertheit“ nach meiner Wahrnehmung dann doch in einer ganz eigenen Liga spielt: Apotheken.

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Landnutzungspolitik in Zeiten der Biodiversitätskrise

Vor knapp zwei Wochen hatte ich die Ehre, im Rahmen der von Students for Future organisierten Public Climate School einen Vortrag über Landnutzungspolitik in Zeiten der Biodiversitätskrise zu halten. Eingeladen wurde ich von S4F Halle, die sich in letzter Zeit vermehrt in Biodiversitätskrise als der weniger prominenten „Schwester“ der Klimakrise befassen. Den Vortrag kann man sich nun auf YouTube ansehen und anhören:

Auch zahlreiche weitere Vorträge wurden inzwischen online gestellt.

In other (related) news: der Verlag Routledge stellt die eBook-Version meines Buchs Economic Valuation of Biodiversity bis 14. Juni kostenlos zur Verfügung (LINK).