Das Verursacherprinzip gilt gemeinhin als eines der wichtigsten Prinzipien der Umweltpolitik. Leider ist es wegen der komplexen Natur der meisten Umweltprobleme nur selten (wenn überhaupt) wirklich anwendbar. Die Landwirtschaft ist dabei ein hervorragendes Anschauungsobjekt.
Weiterlesen »Kategorie: Ökonomische Gedanken
Landnutzungspolitik in Zeiten der Biodiversitätskrise
Vor knapp zwei Wochen hatte ich die Ehre, im Rahmen der von Students for Future organisierten Public Climate School einen Vortrag über Landnutzungspolitik in Zeiten der Biodiversitätskrise zu halten. Eingeladen wurde ich von S4F Halle, die sich in letzter Zeit vermehrt in Biodiversitätskrise als der weniger prominenten „Schwester“ der Klimakrise befassen. Den Vortrag kann man sich nun auf YouTube ansehen und anhören:
Auch zahlreiche weitere Vorträge wurden inzwischen online gestellt.
In other (related) news: der Verlag Routledge stellt die eBook-Version meines Buchs Economic Valuation of Biodiversity bis 14. Juni kostenlos zur Verfügung (LINK).
Brauchen wir eine Alternative zum BIP?
Das Bruttoinlandsprodukt ist als Wohlfahrtsindikator genauso populär wie ungeeignet. Also brauchen wir eine Alternative. Oder?
Weiterlesen »Die Ackerbaustrategie 2035: sinnvolle Ziele, wenig Umsetzungsideen
Vor drei Wochen, kurz vor Weihnachten, präsentierte die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, das Diskussionspapier zur Ackerbaustrategie 2035. Im Folgenden möchte ich eine Einschätzung dieser Strategie wagen, mit Fokus auf Agrarumweltfragen – die eine zentrale Rolle in dem Papier spielen.
Weiterlesen »Wofür Modellierung sozial–ökologischer Systeme gut sein kann, Teil 2: Grenzen
Im vorherigen Beitrag habe ich versucht zu begründen, warum ich es (inzwischen) für sinnvoll und nützlich halte, mich Fragen der Umweltpolitik mithilfe von Modellen zu nähern. Nun möchte ich die dort gemachten Aussagen zum Potenzial der Modellierung sozial–ökologischer Systeme qualifizieren, indem ich auf ein paar ausgewählte Herausforderungen und Grenzen hinweise.
Weiterlesen »Wofür Modellierung sozial–ökologischer Systeme gut sein kann, Teil 1: Potenzial
Hätte mich vor 3–4 Jahren jemand danach gefragt, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass Modellierung mal ein (wichtiger) Bestandteil meiner Forschung werden würde. Modelle, in denen menschliches Verhalten (im weitesten Sinne) eine Rolle spielt, stimmten mich immer skeptisch. Einer der frühesten Forschungsbereiche, mit denen ich mich auseinandersetzte, war die Klimaökonomik – und ich bin weiterhin der Meinung, dass ökonomische Klimamodelle (Integrated Assessment Models) grober Unfug sind. Da ich nun selbst angefangen habe, Modelle zu verwenden bzw. selbst zu modellieren, sehe ich mich manchmal gezwungen, dies vor mir selbst und vor Anderen rechtfertigen. Wann ist es denn sinnvoll, sozial–ökologische Systeme zu modellieren, und was ist dabei zu beachten?
Weiterlesen »Die Grenzen planetarer Grenzen
Planetare Grenzen sind eines der einflussreichsten Konzepte im heutigen Nachhaltigkeitsdiskurs. Die zwei Hauptpublikationen des Autor*innen-Teams um Johann Rockström und Will Steffen (Rockström et al 2009; Steffen et al 2015) wurden über 3,5 bzw. über 4 Tausend mal zitiert. Planetare Grenzen waren die konzeptionelle Grundlage des 2011er WBGU-Gutachtens Welt im Wandel und wurden durch Kate Raworths Donut-Ökonomie zusätzlich popularisiert. Doch wie so häufig mit so populären Ideen sind auch die planetaren Grenzen kritisch zu beäugen.
Weiterlesen »Skeptische Ökonomie im Jahr 2019
Sofern zwei Beobachtungen als Trend betrachtet werden können, ist ein rückblickender Beitrag am Ende des Jahres inzwischen eine Tradition auf Skeptische Ökonomie – nach 2017 und 2018 möchte ich mit dieser Tradition weitermachen.
Weiterlesen »Neue Domain
Liebe Leser*innen,
Skeptische Ökonomie hat ab heute eine neue Domain: skeptischeoekonomie.net Von der alten wordpress.com-Adresse wird man weiterhin hierher weitergeleitet. Außerdem sollte keine störende Werbung mehr eingeblendet werden.
Ende der Durchsage. BB
Wie ist es nun mit Bio-Lebensmitteln und Klimaschutz?
Kürzlich sorgte eine britische Studie zu den Treibhausgasemissionen von Bio-Landwirtschaft für einigen Wirbel. Obwohl ich die Ergebnisse der Studie für sehr interessant und relevant halte, gilt es bei ihrer Interpretation einiges zu beachten. Daher hiermit: der Versuch einer Einordnung.
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